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eDiscovery-Software für Anwaltskanzleien: Worauf Sie achten sollten

Anwendungsfall

eDiscovery-Software für Anwaltskanzleien: Worauf Sie achten sollten

Anwaltskanzleien, die sich für eine eDiscovery-Software entscheiden, wägen in der Regel drei Faktoren ab: vorhersehbare Kosten bei steigendem Fallvolumen, eine Benutzeroberfläche für die Dokumentenprüfung, mit der ihre Teams monatelang effizient arbeiten können, und ein Hosting, das den Anforderungen von Mandanten und Rechtsordnungen entspricht. Die Eignung hängt dabei weitaus mehr vom Profil des jeweiligen Falls ab als von der Anzahl der Funktionen.

Anwaltskanzleien befinden sich im E-Discovery-Markt in einer schwierigen Position. Im Gegensatz zu Rechtsabteilungen in Unternehmen verwalten sie Daten für viele verschiedene Mandanten mit sehr unterschiedlichen Volumina, und die Kosten müssen in der Regel weitergegeben oder selbst getragen werden.

Das Preismodell ist die erste Frage. Das Hosting pro Gigabyte ist bei geringem Volumen üblich und kalkulierbar, lässt sich bei großen Verfahren jedoch nur schwer skalieren. Eine Preisgestaltung pro Benutzer oder ein Abonnementmodell kann für Kanzleien geeignet sein, die viele Verfahren gleichzeitig betreuen. Fragen Sie nach, was mit der Rechnung passiert, wenn sich das Volumen eines Falls verdreifacht.

Hosting und Datenaufbewahrung. Mandanten in regulierten Sektoren sowie Verfahren in Ländern mit strengen Vorschriften zur Datenspeicherung können es erforderlich machen, dass die Daten in einem bestimmten Land verbleiben. Klären Sie, wo die Daten gespeichert und verarbeitet werden, bevor ein Mandat beginnt, nicht erst danach.

Review-Workflow. Batching, Zuweisung von Reviewern, Stichproben zur Qualitätssicherung und Berichte über Änderungen sind die Werkzeuge, mit denen ein leitender Associate ein Team steuern kann, anstatt nur selbst am Review teilzunehmen. Für kleinere Kanzleien sind die einfache Einrichtung und die eigenständige Datenverarbeitung oft wichtiger.

KI-Funktionen und deren Lizenzierung. Die meisten Plattformen werben mittlerweile mit KI-gestützter Prüfung. Die Unterschiede liegen darin, ob diese Funktion im Preis inbegriffen ist oder separat abgerechnet wird und ob sie überprüfbare Quellenbelege oder lediglich eine Bewertung liefert.

Praktische Aspekte. Produktionsformate, der Umgang mit Load-Files und die Reaktionsschnelligkeit des Supports bei drohenden Fristen sind im täglichen Gebrauch meist wichtiger als jede noch so groß angekündigte Funktion.

Die zuverlässigste Bewertung ist ein Pilotprojekt mit echten Daten aus einem typischen Mandat, anstatt sich auf Testdaten des Anbieters zu verlassen.

Passender Artikel: Der Vorteil kleinerer Kanzleien: Wie kanadische Boutiquen mit KI-gestützter Prüfung Großkanzleien schlagen.

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